Abreisetag, 31.08.
Wir hatten unser Gepäck am Vorabend nach
Düsseldorf gebracht und aufgegeben. So konnten wir ganz entspannt mit dem ÖPNV
anreisen und uns ohne Stress zum Gate bewegen. Der Abflug war um 15:00, 2
Stunden später als geplant. Da wir diesen Termin bereits am Vorabend hatten,
hatten wir einen gemütlichen Vormittag. Der LTU-Flug 1582 brauchte ca. 09:40
Stunden bis Vancouver. Anders als in die USA verlief die Einreise, alles ging
etwas schneller und unbürokratischer. Vor dem Flughafengebäude mussten wir erst
einmal den Start des Busses zum Hotel suchen. Nach einiger Zeit kam dann der
Shuttle, der uns ins Flughafenhotel
Ramada Plaza Park brachte. Beim Check-In lag
bereits eine Nachricht von Cruise-Canada, Abholung am nächsten Morgen um 09:45. Wir
bezogen unser Zimmer, machten uns frisch und bummelten dann noch etwas durch den
Hotelgarten. Um 19:00 gingen wir zum Abendessen in eines der Restaurants im
Hotel und um 21:00 waren wir dann fertig für die Nacht.
Donnerstag, 01.09.
Um 07:00 war die Nacht vorbei. Wir lösten
unsere Frühstücksgutscheine am üppigen Buffet ein und genossen den ersten
richtigen Urlaubstag.
Pünktlich kam der Wagen der uns zur Vermietstation bringen sollte. Das Gepäck
wurde verladen und ein älterer Herr, gebürtig aus Oldenburg, brachte uns zur
Station. Hier herrschte schon ein reges kommen und gehen von Wohnmobilen. Es
folgten die Formalitäten. Da wir die Führerscheine und Pässe schon per Fax
übermittelt hatten, ging der Papierkram recht schnell. Mit drei anderen Pärchen
sahen wir uns dann ein Video zum Thema Wohnmobil an und dann war es soweit.
Draußen Stand das Wohnmobil, das uns demnächst als Unterkunft und Transportmittel
dienen sollte. 25 ft. für zwei Personen, das reichte vollkommen. Nach und
nach verstauten wir unsere Sachen, Platz hatten wir genug. In den nächsten Tagen
ä ndern wir noch einige Male das System, bis wir den richtigen Dreh hatten. Ein
junger Deutscher machte mit uns die Einweisung und Übergabe des Fahrzeuges, es
war ein 8 Zylinder Ford. Wir selber prüften den Wagen nach unserer eigenen Liste
und befanden das alles ok war. Wir hatten einen Schaden in der Windschutzscheibe
und es war eine defekte Abdeckung am Dumpstutzen auszutauschen. Obwohl wir wir
keine Camping- und Küchenausstattung gebucht hatten war alles an Bord. Da wir
eigene Schlafsäcke dabei hatten, ließen wir die vorhandenen entfernen und dann
war alles bereit für die Abfahrt. Ich wollte für die Tour noch eine Axt mieten,
leider war das aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich. Später haben wir
des Öfteren eine Axt auf den Campgrounds vermisst. Dann ging es endlich los.
Das Wohnmobil ließ sich besser fahren als gedacht, nur die Abmaße waren etwas
ungewohnt. Das erste was auffiel war das Klappern der Küchenutensilien, woran
wir uns aber im Laufe der Zeit gewöhnten. Dann in der ersten schnelleren Kurve
flogen uns die einige Dinge durch den Innenraum. Wir mussten uns angewöhnen
alles besser zu fixieren, nach einigen Tagen war dann alles geregelt und auch
das Klappern hatten weitgehend im Griff.
Leider haben wir uns nach einigen Kilometern verfahren und so kamen wir zu einer
ungeplanten Stadtrundfahrt durch Vancouver. Wir an unserem
ersten Campground, Burnaby-Caribo-RV. Wir suchten einen Supermarkt auf,
kauften die Grundausstattung nach Liste ein und besorgten uns eine Kundenkarte
für
Safeway. Mit dieser Karte erhielten wir dann in den nächsten Tagen diverse
Rabatte.
Der erste Campground war nicht nach meinem Geschmack, er war in Deutschland
vorgebucht, die Wagen standen sehr eng beisammen. Die Ausstattung war perfekt,
Sauna, Pool, Whirlpool, Waschmaschinen, ..... Wir genossen den Abend, kochten
unser erstes Essen im Wohnmobil und hielten uns am Pool auf. Dann krochen wir in
unsere Schlafsäcke und die erste Nacht im Wohnmobil begann.
Freitag, 02.09.
Um 07:00 war die Nacht vorbei, wir hatten
beide gut geschlafen und waren bereit für unsere große Tour.

Nach einem ausgiebigen Frühstück verließen wir den Platz und machten uns auf den
Weg zur Fähre. Ich wollte zur Fähre nach Tsawwassen und Barbara hatten einen
anderen Hafen in der Karte fixiert. Es dauerte etwas bis wir die gemeinsame richtige
Richtung fanden und uns aus Vancouver entfernten. In
Tsawwassen stellten wir uns
in eine Schlange die sich nur langsam bewegte, wir glaubten es wäre die
Fährabfertigung. Nach einigen Minuten bemerkten wir, dass es nicht die
Fähre ist, es war die Grenze zur USA. D as war unsere letzte Navigationspanne.
Schließlich erreichten wir den Hafen und jetzt ging alles ganz schnell. Wir
zahlten 99,--$ und unsere Fähre startete in 45 Minuten. Der Tag war sonnig und
der blaue Himmel erzeugte perfekte Urlaubsstimmung. Die Fahrzeuge rollten auf
die Fähre und wir gingen an Deck. Es war eine herrlich Überfahrt nach Swart Bay.
Die Fahrt ging durch eine Küstenlandschaft, die mich an die Schären in Schweden
erinnerte. Wir genossen die Überfahrt an Deck und machten unsere ersten
Bilder und Filme. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Insel
Vancouver-Island. Wir fuhren ein Stück in Richtung Sidney und machten dort eine
Pause am Meer. Sidney ist eine Stadt im Norden der Halbinsel Saanich auf der
Insel Vancouver Island in der kanadischen Provinz Britisch-Kolumbien, an der
Bucht Puget Sound mit etwa 11.000 Einwohnern.
Das Wetter wurde immer besser und wir beschlossen hier zu
übernachten. In Sidney tätigten wir noch einige kleine Einkäufe und fuhren dann
zum Campground McDonald PP. Dieser Platz lag in einem Wald mit dichtem
Baumbestand. Wir suchten einen Stellplatz in einer Lichtung und parkten das
Wohnmobil. Am Eingang zum Campground zahlten wir, in dem wir das Geld in einen
Umschlag steckten und in einen Briefkasten warfen. Ein kleiner Spaziergang
brachte uns in einen Yachthafen mit herrlicher Aussicht aufs Meer. Dann war es
Zeit für den Rückweg zum Campground. Hier bereiteten wir unser Abendessen und
ließen den Tag ausklingen. Genau so hatte ich mir alles vorgestellt. Mitten in
der Natur campen, der nächste Stellplatz weit weg und eine wunderbare Ruhe. Es
wurde eine geruhsame Nacht in der Natur und wir waren beide zufrieden.
Samstag, 03.09.
Die Sonne weckte uns um 08:00, es war warm und
unser nächstes Ziel war Victoria.
Von Sidney aus fuhren in Richtung Süden über die 17 bis Victoria. Victoria liegt
an der Pazifikküste im südöstlichen Bereich vo n Vancouver Island, an der Juan-de-Fuca-Straße, welche die Stadt vom nordamerikanischen Festland trennt.
Der Ballungsraum Victoria hat etwa 326.000 Einwohner, die Stadt selbst ungefähr
74.000. Ferner ist Victoria die Hauptstadt der Provinz
British Columbia. Am Stadtrand finden wir einen Parkplatz um das Wohnmobil zu
Parken. Als ich den Parkautomat füttern will, gibt ein UPS-Fahrer mir den Tipp,
dass etwas weiter ein Parkplatz sei, wo man für $2,-- den ganzen Tag parken
kann. Wir wechseln den Platz und sind nach einigen Metern im Hafen. Im Hafen,
direkt vor dem Fairmont-Hotel findet an diesem Tag eine Bootsaustellung mit alten
Booten statt. Dementsprechend liegen viele Holzboote und Dampfschiffe vor Anker.
Victoria macht auf uns einen sehr gepflegten Eindruck. Sofort fallen die vielen
Blumenbeete und die gepflegten Vorgärten auf. Laut Reiseführe r gibt es ein
Gesetz, dass die Gartenpflege regelt. Wir sehen uns die typischen Punkte an wie,
Hafen, Fairmont-Hotel, Parlamentsgebäude, Totem-Pole, Chinatown und … Bei
Starbucks trinken wir unseren Kaffee in der Sonne und lassen die Atmosphäre der
Stadt auf uns wirken. Dann geht es zurück zum Wagen. Vorher schaue ich mir noch
einmal das Starten und Landen der Wasserflugzeuge im Stadthafen an, so etwas
fasziniert mich. Bevor wir die Stadt verlassen fahren wir noch eine Runde auf
der Scenic Coastline Tour.
Da wir klares Wetter haben reicht der Blick bis in die USA.
Auf dem Trans-Canada- Highway, der 1 fahren wir jetzt in Richtung Norden.
Unterwegs legen wir zwei längere Stopps ein.
Ducan, die City of Totems. Hier in dieser kleinen Stadt wird die Kunst der
Totems weiter gepflegt. Jedes Jahr werden neue Totems angefertigt und in der
Stadt aufgestellt. Einige dieser über 80 Totem s sahen wir uns an und fuhren dann
weiter nach
Chemainus. Diese Stadt ist Anfang 1980 durch ihre Wandmalereien bekannt
geworden. Über 60 Murals sind auf die Hauswände gemalt und zieren so das
Stadtbild. Leider zogen jetzt Wolken auf und so kamen die Farben der Wandmalerei
nicht zur Geltung. Im Park der Stadt, auf einer kleinen Bühne hörten wir noch
einem Gitarrenspieler zu, bevor wir die Stadt verließen. In
Qualicum Beach
wechselten wir auf die 4 und fuhren nun weiter in Richtung Westen. Jetzt wurde
es Zeit einen Platz für die Nacht zu finden. Der zweite Platz den wir anfuhren
sagte uns zu, Whiskey-Creek-CG. Er lag in einem Wald, abseits der Straße.
Eigentlich war es ein riesiger Garten, mit einem Wohnhaus. Wir suchten uns einen
Stellplatz und richteten uns für die Nacht ein. Hier gab es gehacktes Holz und
so konnten wir, auch ohne Axt, ein Feuer entzünden.
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Victoria
Hafen
Chinatown |
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